Vegan unterwegs auf Mallorca

Wenn man dem dunklen Winter ein bisschen entfliehen möchte, ist Mallorca wirklich optimal. Von Nürnberg aus gerade mal 1 Stunde und 50 Minuten Flugzeit entfernt, hat die Mittelmeerinsel ein herrlich mildes Winterklima, viele Sonnenstunden und eine Stunde mehr Tageslänge zu bieten. Aber neben all diesen Streicheleinheiten für die im deutschen Winter stark strapazierten Seele, hat Mallorca auch für Veganer ein paar echte Highlights auf Lager.

Als wir uns also entschieden, die Feiertage auf der Insel zu verbringen, hatten wir ja keine Ahnung, dass man auf so wunderbar vegan unterwegs auf Mallorca sein kann! Ich habe ohne große Erwartungen vorab gegoogelt, wo man denn so als Veganer am besten essen gehen kann. Und wurde bereits bei der Recherche positiv überrascht. Es gibt tatsächlich eine Seite, die alle wichtigen Orte und Events für Veganer auf Mallorca zusammenfasst. Und es gibt auch einen Guide mit all diesen Orten, der theoretisch in den Restaurants oder im veganen Supermarkt auf Palma ausliegen sollte. Leider haben wir ihn nirgends gesichtet. Aber es ist ja auch Winter, vielleicht liegt es daran.

Vegan unterwegs auf Mallorca – eine Zusammenfassung nach einer Woche

Da wir dieses Mal eine Ferienwohnung gemietet hatten, ging unser erster Weg in den Biomarkt. Gleich in der Nähe unserer Wohnung gibt es den Markt Veritas (Plaça del Comtat del Rosselló, 6, 07002 Palma), in welchem wir praktisch alle wichtigen veganen Grundprodukte fanden. Es gab auch eine kleine Auswahl an frischem Obst und Gemüse der Saison, das meiste aus Mallorca selbst, manches auch von den Kanaren importiert. Schräg gegenüber befinden sich die Markthallen, in denen man eine große Vielfalt an Obst und Gemüse findet, das dann allerdings nicht in Bioqualität.

Das erste Restaurant, das wir ausprobieren wollten, war die Cantina Vegana, die leider bis Ende Februar 2016 geschlossen ist. Daher blieb unser Eindruck auf einen Blick von außen beschränkt.

Cantina Vegana Mallorca

Cantina Vegana Mallorca

Daher ging unser Weg bei strahlendem Sonnenschein weiter in Palmas ältestes veganes Restaurant, das Bon Lloc, das 1978 eröffnet wurde und ein täglich wechselndes Mittagsmenü anbietet. 4 Gänge für 14,50€ und dazu gratis Wasser ist wirklich sehr okay. Aber nicht nur das. Das Essen wurde wirklich zügig serviert und man konnte für jeden Gang zwischen zwei Optionen wählen. Geschmacklich hat es uns so überzeugt, dass wir direkt für den 24.12. und 31.12. reserviert haben. Und so sah das Essen aus:

Tagesmenü im Bon Lloc

Tagesmenü im Bon Lloc

Schoko-Crèpe

Schoko-Crèpe

Das Bon Lloc

Das Bon Lloc

Sellerie-Fenchel-Suppe

Sellerie-Fenchel-Suppe

Gefüllte Aubergine mit Dillsoße

Gefüllte Aubergine mit Dillsoße

Gemüsecurry im Blätterteig mit Tomatensoße

Gemüsecurry im Blätterteig mit Tomatensoße

An unserem zweiten Tag ging es dann so richtig vegan einkaufen in den Lo Vegano Markt. Hier gibt es neben den klassischen Bioprodukten auch eine große Auswahl an veganen Käse- und Wurstsorten, Seitan, Tofu, Tempeh sowie vegane Kleidung und Schuhe, aber auch vegane Kochbücher auf Deutsch und Spanisch. Und natürlich gibt es viel vegane Schokolade 🙂 Es gibt übrigens auch eine Kundenkarte, auf welcher man für je 10€ Einkauf einen Stempel bekommt. Wenn sie voll ist, bekommt man 30€ Rabatt auf seinen Einkauf. Allerdings muss man dafür erst einmal für 460€ im Lo Vegano shoppen, wenn ich richtig gezählt habe.

Lo Vegano

Lo Vegano

Ganz beglückt darüber, dass ich auch im Urlaub nicht auf meine heiß geliebten Vego-Riegel und i-Choc-Schoki verzichten muss, ging es mal wieder weiter zum Mittagessen. Diesmal in das Compost. Das ist ein reines Bio-Vegan-Restaurant.

Compost

Compost

Wieder gab es ein Mittagsmenü bestehend aus vier Gängen, wobei der erste Gang ein Smoothie war. Auch hier gab es das Wasser kostenlos dazu, das diesmal aber im Gegensatz zum Bon Lloc nicht aus dem Wasserhahn sondern aus der (Bio-)Flasche kam. Die Wartezeit zwischen den Gängen war deutlich länger und wir hatten den Eindruck, dass dieses Restaurant auch nicht ganz so gut besucht war. Aber nichtsdestotrotz war das Essen einwandfrei, lediglich die Portionsgröße ließ etwas zu wünschen übrig. Auch hier kostete das Mittagsmenü komplett 14,50€. Berücksichtigt man die Bioqualität der Speisen war dies also wiederum mehr als in Ordnung.

Die Bar des Compost mit den Zutaten für die Smoothies

Die Bar des Compost mit den Zutaten für die Smoothies

Schlichte Holztische und Gemälde

Schlichte Holztische und Gemälde

Die Tageskarte

Die Tageskarte

Frische Smoothies

Frische Smoothies

Mungobohnensalat mit Mango

Mungobohnensalat mit Mango

Zucchini-Suppe mit Shitake

Zucchini-Suppe mit Shitake

Polenta mit Romanesco, Spinatcreme und "Käse"

Polenta mit Romanesco, Spinatcreme und “Käse”

Buchweizenpfannkuchen mit gebratenem Gemüse und Guacamole

Buchweizenpfannkuchen mit gebratenem Gemüse und Guacamole

Rohe Zitronentorte

Rohe Zitronentorte

Schokokuchen

Schokokuchen

Am 25.12. war es feiertagsbedingt sehr schwer, ein offenes Restaurant mit veganer Option zu finden. Zu guter Letzt landeten wir im Almare, einem italienischen Restaurant direkt am Meer mit veganem Angebot, wie es im Internet hieß. Was es letztendlich gab, war zwar weder besonders originell noch preiswert (für drei Gänge zahlten wir allein fürs Essen 25,50 pro Person), aber es hat geschmeckt und satt gemacht. Und der Ausblick hat so einiges wieder wettgemacht. Aber schau selbst:

Ausblick vom Almare

Ausblick vom Almare

Tomatencremesuppe

Tomatencremesuppe

Gegrilltes Gemüse

Gegrilltes Gemüse

Penne mit Tomaten-Auberginen-Soße

Penne mit Tomaten-Auberginen-Soße

Am 26.12. ging es in den malerischen Ort Port Pollença, wo wir einen Tisch bei Bellaverde reserviert hatten. Es handelt sich dabei um ein wunderschönes vegetarisch-veganes Restaurant, in dem die deutsche Köchin Svenja ihre Künste unter Beweis stellt. Im Angebot gab es das weihnachtliche Mittagsmenü für 29,50 pro Person, Wasser und Kaffee inklusive.

Das Bellaverde

Das Bellaverde

Das Weihnachtsmenü

Das Weihnachtsmenü

Der Gruß aus der Küche

Der Gruß aus der Küche

Pilzmousse

Pilzmousse

Pastinaken-Creme-Suppe

Pastinaken-Creme-Suppe

Kartoffel-Paket mit Linsen

Kartoffel-Paket mit Linsen

Ein wirklich sehr köstlicher, saftiger Schokokuchen

Ein wirklich sehr köstlicher, saftiger Schokokuchen

Geschmeckt hat alles hervorragend. Was wir super fanden, da wir mit Kind unterwegs waren, war die Tatsache, dass wir praktisch alleine im Restaurant waren. Und weil das Wetter so sonnig und mild war, haben wir sogar im Garten gegessen, der übrigens sehr malerisch ist. Auf Nachfrage erfuhren wir, dass von November bis Ostern keine Saison ist und die Leere daher rührt.

Nach dem Essen ging es weiter nach Alcudia, wo wir einen ausgiebigen Verdauungsspaziergang am Meer entlang einlegen konnten. Unser Ausflug in den Norden der Insel hat sich somit sowohl kulinarisch als auch touristisch voll gelohnt.

Am 27.12. ging es in den botanischen Garten nach Ses Salines. Auf dem Weg dorthin sollten wir in Santanyi eigentlich an einer veganen Bäckerei (La Coca Loca) und einem Hotel (Cal Reiet Holistic Retreat) mit veganem/vegetarischem Mittagstisch vorbeikommen. Leider gibt es die Bäckerei nicht mehr und beim Hotel hat keiner reagiert, als wir morgens um 10 Uhr geklingelt haben. Aber das kann auch an der Saison gelegen haben, denn es war insgesamt recht wenig los in der Gegend. Nach unserem Ausflug in den botanischen Garten sind wir daher ins By Pomodoro nach Santanyi gegangen, das laut Google ganz toll sein soll. Es gab einen in der Tat leckeren Salat mit Äpfeln und Walnüssen sowie eine Gemüsepizza ohne Käse. Nichts Besonderes also, aber ein Essen guter Qualität das mehr als gesättigt hat.

Gemischter Salat mit Äpfeln und Walnüssen

Gemischter Salat mit Äpfeln und Walnüssen

Gemüsepizza

Gemüsepizza

Blogger Adventskalender (Vegan Edition) Tür Nr. 22

Im Rahmen des veganen Blogger-Adventskalenders darf ich heute ein Türchen für Dich öffnen.

Zu gewinnen gibt es bei mir zwei tolle Kochbücher. Zum einen habe ich für Dich “Deliciously Ella” von der englischen Bloggerin Ella Woodward. Zum anderen habe ich das neue Kochbuch von Attila Hildmann, “Vegan Italian Style” für Dich ausgewählt. Aus beiden habe ich schon fleißig Rezepte nachgekocht und kann sie absolut empfehlen. Aber keine Angst, Dein Exemplar ist natürlich neu und unbenutzt 😉

Deliciously Ella

Deliciously Ella

Vegan Italian Style

Vegan Italian Style

Was musst Du also tun, um eines dieser Bücher zu gewinnen? Hinterlasse unter diesem Artikel einen Kommentar mit Deinem liebsten Weihnachtsessen. Nicht wundern, wenn Dein Kommentar nicht gleich erscheint, er wird erst von mir manuell freigegeben. Ein Zusatzlos erhältst Du, wenn Du mir auch auf Facebook folgst.

Das Gewinnspiel läuft genau eine Woche. Teilnehmen darf jeder der über 18 Jahre alt ist, mit Wohnsitz in Deutschland, Österreich oder der Schweiz.

Adventskalender-2015-Uebersicht

Adventskalender-2015-Uebersicht

Da wir schon fast Weihnachten haben, gibt es von mir einen Rezeptvorschlag für Dein Weihnachtsmenü und zwar gefüllte Zucchini mit Süßkartoffelrösti und Champignonsoße. Die Zutaten sind einfach zu besorgen, Du kannst also noch schnell losflitzen und am 24. diesen leckeren Hauptgang zaubern. Die Zubereitung dauert etwas länger, vielleicht findest Du ja jemanden in Deiner Familie, der auch mit Hand anlegt, dann geht es schneller und macht auch mehr Spaß.

Aber nun zum Rezept für vier Personen:

800 g Süßkartoffeln

2 rote Zwiebeln

1/2 frische Muskatnuss

2 TL Meersalz

Pfeffer

Öl zum Braten

4 Zucchini

1 große Zwiebel

2 Knoblauchzehen

4 EL Olivenöl + etwas für das Einfetten der Auflaufform

100 g fester Tofu natur

30 g Walnüsse

2 EL Semmelbrösel

2 EL Würzhefeflocken

2 EL Mandelmus

4 EL Mineralwasser

1/2 Bund Dill

Salz, Pfeffer

200 g Champignons

2 EL Olivenöl

300 ml Gemüsebrühe

4 EL dunkle Sojasoße

2 TL Speisestärke

Für die Süßkartoffelrösti die Süßkartoffeln schälen und grob raspeln. Mit den fein geschnittenen roten Zwiebeln, der geriebenen Muskatnuss, Salz und Pfeffer vermengen, die Schüssel mit einer Folie abdecken und bis zur Weiterverwendung zur Seite stellen.

Die Zucchini waschen, den Stielansatz abschneiden, längs einschneiden und vorsichtig aushöhlen. Das Fruchtfleisch zerkleinern und mit der fein gewürfelten Zwiebel und dem durch die Presse gedrückten Knoblauch im heißen Olivenöl anbraten. Auf kleiner Flamme unter gelegentlichem Rühren braten, bis das Zucchinifleisch leicht Farbe annimmt. Dann die Pfanne vom Feuer nehmen und den zerkrümelten Tofu, die klein gehackten Walnüsse, den fein geschnittenen Dill und die Semmelbrösel gründlich unterrühren. Das Mandelmus mit dem Wasser verrühren und zur Mischung geben, mit Salz und Pfeffer abschmecken und die Zucchini damit füllen. In eine mit Olivenöl ausgestrichene Auflaufform geben und diese mit Alufolie abdecken. Auf 180 °C Umluft 30 Minuten backen, dann die Folie entfernen und weitere 10 Minuten backen, bis die Masse Farbe bekommt.

In der Zwischenzeit die Rösti formen. Am besten gelingt dies mit Hilfe von Servierringen. Die Süßkartoffelmasse in die Servierringe einfüllen, kräftig nach unten drücken, den Servierring entfernen und die Rösti im heißen Öl von beiden Seiten knusprig braten. Auf Küchenkrepp abtropfen lassen und bis zum Servieren warm stellen.

Für die Soße die Champignons in Scheiben schneiden. Im Olivenöl braten, bis sie keinen Saft mehr lassen. Dann die Gemüsebrühe und die Sojasoße zugeben. Die Speisestärke mit 2 EL Wasser glatt rühren, unter die Soße rühren und kurz aufkochen lassen.

Viel Spaß beim Nachkochen und ein besinnliches Weihnachtsfest wünsche ich Dir! Morgen geht es mit dem veganen Adventskalender bei http://plantifulalexandra.com weiter.

Apfel-Spaghetti mit Nussbolognese

 

Weihnachten steht vor der Tür und Du bist noch auf der Suche nach einem leichten, nicht zu ungesunden Nachtisch? Dann sind diese Apfel-Spaghetti mit Nussbolognese vielleicht genau richtig für Dich! Sie schmecken am besten frisch zubereitet, aber keine Angst, die Zubereitung geht schnell. Du kannst Dir die Zutaten schon vorab bereit legen und nach dem Hauptgang, während man ja meistens ohnehin eine kleine Verdauungspause braucht, den Nachtisch zaubern.
Dieses Gericht erinnert mich ein bisschen an eine gesunde Version von Spaghetti-Eis, bzw. an eine winterliche Alternative dazu. Und die Küche duftet so lecker nachdem Du die Nussbolognese zubereitet hast! Einfach köstlich.
Das hier angegebene Rezept reicht für zwei große oder vier kleine Portionen.
2 Kanzi Äpfel
160 g Walnüsse
160 g Haselnüsse
6 El Kokosöl
2 TL Zitronensaft 
160 g Vollrohrzucker
1 TL Zimt
1 TL Ingwer, gemahlen
1 TL Kardamom
1 TL Vanillepulver
2 TL Kakao
8 EL Erdbeersoße (entweder Fertigprodukt, oder wenn gerade Saison ist: 100 g Erdbeeren mit 2 EL Agavendicksaft pürieren)
4 EL Kokosraspel
Apfel-Spaghetti mit Nussbolognese

Apfel-Spaghetti mit Nussbolognese

Die Äpfel entkernen und mit einem Spiralschneider zu Spaghetti verarbeiten. Mit 2 EL Kokosöl und dem Zitronensaft mischen. Mache dies unverzüglich nachdem die Äpfel zu Spaghetti geschnitten wurden. Wenn Du sie zu lange stehen lässt, werden sie nämlich braun und das sieht dann nicht mehr appetitlich aus.
Die Nüsse mit dem Zucker fein mahlen und das restliche Olivenöl in der Pfanne erhitzen. Die Nüsse und Gewürze zugeben sowie 120 ml Wasser. Alles unter ständigem Rühren auf mittlerer Hitze karamellisieren lassen. Zum Schluss das Kakaopulver unterrühren. Die Apfelspaghetti auf zwei großen oder vier kleinen Tellern anrichten, darauf die Erdbeersoße verteilen und darüber die Nussmischung geben. Die Kokosraspel darüberstreuen.
Eine Idee für ein weihnachtliches Hauptmenü gebe ich Dir am 22.12.2015. An diesem Tag darf ich nämlich ein Türchen im veganen Blogger-Adventskalender öffnen. Es gibt daher auch etwas Schönes zu gewinnen für Dich! Du darfst gespannt sein 😉
Mit diesem Rezept habe ich beim Kanzi® Blogger-Rezeptwettbewerb teilgenommen.

 

Wie beim Griechen

Ich gehe aus Gewohnheit schon seit vielen Jahren sehr gerne griechisch essen. Gab es früher noch Tzatziki, Salat mit Feta-Käse und diverse käsehaltige Pasten die zu meinen Lieblingsgerichten zählten, so hat sich meine Auswahlmöglichkeit doch deutlich eingeschränkt, seit ich vegan bin. Einen meiner Favoriten kann ich aber nach wie vor genießen und das ist der griechische Krautsalat. Um diesen herum ist auch dieses Gericht entstanden, das letztendlich einfach nur eine hausgemachte Version dessen ist, was ich sonst immer beim Griechen esse. Daher auch der Name “wie beim Griechen” 😉 Der Teller besteht aus weißen Bohnen in Tomatensoße, Gemüsereis, Ofenkartoffeln sowie diesem tollen Krautsalat, den es nur beim Griechen gibt – und ab jetzt auch bei Dir zuhause, wenn Du willst. Am besten bereitest Du das Gericht in der angegebenen Reihenfolge zu. So ist zum Schluss alles gleichzeitig fertig.

Für zwei Personen brauchst Du:

250 g Weißkohl

1/2 TL Salz

2 EL Leinöl

1 Spritzer Agavendicksaft

1 EL Kräuteressig

1 TL Zitronensaft

1 TL gehackte Petersilie

3 Kartoffeln

1/2 TL Knoblauchpulver

1/2 TL Salz

3 Zweige Thymian

2 EL Olivenöl

1 kleine Dose weiße Bohnen

2 EL Olivenöl

1 Schalotte

2 Knoblauchzehen

2 EL Tomatenmark

200 ml Wasser

1 TL Dillspitzen

Salz, Pfeffer

100 g Langkornreis

1/2 Zwiebel

1 Knoblauchzehe

1 Karotte

2 EL TK-Erbsen

2 EL Mais

2 EL TK-Bohnen

2 EL Tomatenmark

300 ml Wasser

2 Thymianzweige

2 EL gehackte Petersilie

Salz, Pfeffer

Am besten fängst Du mit dem Krautsalat an, denn dieser schmeckt umso besser, desto länger er ziehen kann: mindestens 3 Stunden, gerne aber auch über Nacht. Den Strunk aus dem Weißkohl entfernen und den Kohl grob raspeln. Salzen, mit dem Leinöl vermengen und dann den Agavendicksaft, den Kräuteressig, den Zitronensaft und die gehackte Petersilie zugeben und bis zum Verzehr im Kühlschrank ziehen lassen.

Die Kartoffeln gründlich säubern, mit dem Knoblauchpulver, Salz, Thymian und Olivenöl vermengen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben. Auf 200 °C Umluft goldbraun backen, das dauert etwa 20 Minuten.

Die Bohnen in ein Sieb geben und gründlich abbrausen. Die Schalotte und die Knoblauchzehen fein hacken. Das Olivenöl in einem Topf erhitzen und die Schalotte und den Knoblauch darin glasig dünsten. Tomatenmark und Wasser zugeben und aufkochen lassen. Dann die Bohnen dazugeben und auf kleiner Flamme köcheln, bis die Soße eingedickt ist. Nun die Dillspitzen zugeben und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Wem die Säure der Tomatensoße zu stark ist, kann diese mit etwas Agavendicksaft abmildern.

Für den Gemüsereis die Zwiebel, den Knoblauch und die Karotten klein schneiden und im Olivenöl anbraten. Den Reis zugeben, kurz mitbraten, das Tomatenmark einrühren und das Wasser zugeben.  Das restliche Gemüse hinzufügen und alles aufkochen lassen. Dann auf kleiner Flamme köcheln bis der Reis gar ist. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und die klein geschnittenen Kräuter unterrühren.

 

Süßkartoffel aus dem Ofen mit Paprika-Salsa

Alle Jahre wieder entdecke ich kurz vor Weihnachten meine Liebe zu gesundem Essen wieder und beschließe, wieder mehr auf mein Gewicht zu achten. Dies hat unter anderem dazu geführt, dass ich in letzter Zeit zwei bis drei Mal die Woche einen Großeinkauf an Obst und Gemüse mache und meine Kohlenhydratzufuhr sehr stark reduziert habe. Nichtsdestotrotz gibt es ja auch gesunde und bereichernde Kohlenhydrate, so wie das bei der Süßkartoffel der Fall ist. So kam es also, dass ich diese Süßkartoffel aus dem Ofen mit Paprika-Salsa zubereitet habe, weil ich schon seit Ewigkeiten Lust auf eine Ofenkartoffel hatte, aber Kartoffeln eigentlich meiden will. Die Süßkartoffel ist da der perfekte Ersatz. Zum einen hat sie eine Menge Vorteile für unsere Gesundheit zu bieten, zum anderen schmeckt sie einfach köstlich.

Begleitet wird die Süßkartoffel in diesem Rezept von einer Paprika-Salsa, die an eine kanarische Mojo rojo angelehnt ist. In meiner Variante gibt es etwas mehr Gewürze als im Original, Zitrone statt Sherryessig und Cashewmus für den extra Eiweißkick sowie Leinöl für ein Plus an Omega-Fettsäuren.

Deshalb hier das Rezept für Süßkartoffel aus dem Ofen mit Paprika-Salsa für zwei Personen:

2 große Süßkartoffeln

etwas Olivenöl und Salz

1 große rote Paprikaschote

2 Knoblauchzehen

3 EL Cashewmus

1 TL Kreuzkümmel, gemahlen

1/2 TL Koriander, gemahlen

1/2 Bund Petersilie

1/2 Bund Koriander

75 ml Leinöl

Saft einer 1/2 Zitrone

1 TL Meersalz

Pfeffer oder Chiliflocken nach Belieben

Die Paprikaschote und die Knoblauchzehen auf ein mit Backpapier belegtes Backblech geben und auf 200 °C grillen, bis die Haut der Paprika schwarz ist und Blasen wirft. Etwas abkühlen lassen.

In der Zwischenzeit die Süßkartoffeln gründlich waschen, mit Olivenöl bestreichen, etwas Salz darüber geben und in Alufolie packen. Auf 240 °C Umluft etwa 40 Minuten weich backen.

Die Paprika und den Knoblauch häuten, grob zerkleinern und mit den restlichen Zutaten in den Mixer geben. Wer mich kennt weiß, dass ich es gerne scharf mag, also spare ich hier nicht am Chili. Für eine mildere Variante empfiehlt es sich, die Salsa mit etwas Pfeffer zu würzen. Die fertige Paprika-Salsa bis zum Servieren kalt stellen.

Ich habe zu meiner Süßkartoffel noch einige Pimientos de Padrón in Olivenöl angebraten und mit grobem Meersalz bestreut. Am besten schneidest Du die Pimientos de Padrón mit einem scharfen Messer etwas ein vor dem Braten, dann spritzen sie nicht in der Pfanne.

 

Vegane Lebkuchen

Es ist schon wieder Adventszeit und das Jahr geht in rasantem Tempo zu Ende. Doch bevor es soweit ist, können wir noch drei Wochen lang leckere Plätzchen essen und genießen. Nachdem ich letztes Jahr überhaupt nicht zum Backen gekommen bin während der Adventszeit – mein Sohn war damals 1 Monat alt und beanspruchte meine volle Aufmerksamkeit und Energie – sieht es dieses Jahr ganz anders aus. Mein Mann und ich haben es mittlerweile zu einem Adventsritual gemacht, uns fast jeden Abend zum gemeinsamen Plätzchenbacken einzufinden. Und so experimentieren wir fleißig mit veganen Plätzchen. Was uns besonders gut gelungen ist will ich Dir natürlich nicht vorenthalten: vegane Lebkuchen! Der Teig ist schnell angerührt und auf die Oblaten verteilt, danach noch etwas Schokoglasur drauf und am besten einige Tage durchziehen lassen, dann werden sie saftiger und die Aromen kommen richtig schön zur Geltung.

Hier also unser Rezept für 20 Stück bei Oblaten mit 80 mm Ø:

200 g Vollrohrzucker

200 g Marzipan

90 ml Mandelmilch

geriebene Schale von 2 Bio Orangen

geriebene Schale von 2 Bio Zitronen

2 TL Lebkuchengewürz

90 g Vollkornmehl

1 TL Backpulver

100 g gemahlene Mandeln

100 g gemahlene Haselnüsse

20 Oblaten (80 mm Ø)

180 g dunkle Kuvertüre

20 blanchierte Mandeln

In einer Schüssel den Zucker mit dem Marzipan, der geriebenen Orangen- und Zitronenschale und der Mandelmilch glatt rühren. In einer weiteren Schüssel das Mehl mit dem Backpulver mischen, die Nüsse und das Lebkuchengewürz dazugeben und alles miteinander vermengen. Nun die trockenen und die feuchten Zutaten gründlich vermischen und die Masse auf 20 Oblaten verteilen.

Die Lebkuchen im vorgeheizten Backofen auf 180 °C Umluft etwa 20 Minuten backen, dann auskühlen lassen. Mit der geschmolzenen Kuvertüre bestreichen und mit je einer blanchierten Mandel dekorieren.