Vegane Produkte aus dem Bioladen die Kinder mögen

Wie der Titel schon verrät, gibt es diesmal kein Rezept von mir sondern einen Link für gesundheitlich wertvolle vegane Produkte, die auch bei Kindern gut ankommen 🙂

Wenn Du meinen Blog schon länger verfolgst weißt Du, dass ich Mutter eines kleinen Jungen bin, der mittlerweile 15 Monate alt ist. Seit langem isst er schon bei uns mit und hat natürlich klare Vorlieben. Er liebt Tomaten, Oliven, Mangos, Avocados, Mandarinen, Himbeeren, Erdbeeren und Äpfel. Vollkornnudeln mit Tomatensoße oder eine Kartoffel können ab und an den Speiseplan etwas aufpeppen. Alles andere ist er zwar bereit zu probieren, belässt es dann aber bei homöopathischen Mengen. Daher bin ich stets sehr interessiert daran, was Kinder so alles mögen und nicht mögen und wie sich ihr Geschmack im Laufe der Zeit so verändert. Die liebe Jenny hat nun eine Liste erstellt mit allen Lieblingsprodukten ihres mittlerweile zweijährigen Sohnes. Das Schöne daran: alles ist bio und alles ist vegan. Daher will ich Dir ihre Tipps nicht vorenthalten und falls Du ebenfalls Mutter eines Kleinkindes bist, findest Du darin bestimmt die ein oder andere Anregung. Wobei, ehrlich gesagt, vieles davon esse ich auch selbst sehr gerne 🙂

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Vegan unterwegs in Tunesien – Teil 3: Babynahrung und Krankheit

Auch in dieser Woche war ich noch vegan unterwegs in Tunesien. Meine dritte Woche hier stand im Zeichen von Krankheit und Babynahrungsbeschaffung. Ich habe mir eine Mandelentzündung eingefangen, die so schmerzhaft war, dass ich in meiner letzten Nacht in Monastir den Arzt habe kommen lassen. Sein Besuch hat sich gelohnt, denn mein Sohn war ebenfalls krank, zum ersten Mal in seinem Leben. Und zwar hat er sich einen Magen-Darm-Virus eingefangen, der derzeit hier grassiert. Die Behandlungen in Tunesien laufen ganz anders ab als in Deutschland, es werden einem viel mehr Fragen gestellt und es wird viel umfassender untersucht – der Arzt versucht, sich ein Gesamtbild über den Zustand des Patienten zu erstellen. Wer schon einmal in Frankreich beim Arzt war, wird diese Behandlungsweise kennen.

Um die Nacht in Ruhe verbringen zu können, bekam ich eine Spritze und für die folgenden Tage ein sehr starkes Antibiotikum. Sonst greife ich eigentlich eher zu natürlichen Mitteln, aber so mitten im Urlaub mit akuten Schmerzen habe ich das Antibiotikum dann doch genommen. Es war so stark, dass mein Kreislauf die ganze Woche davon beeinflusst war. Die Schmerzen waren allerdings ab der ersten Einnahme weg. Mein Sohn hat Mittel gegen das Brechen und den Durchfall bekommen, die aber leider nichts gebracht haben. So hat er die gesamte Woche gelitten. Heute möchten wir erneut mit ihm zum Arzt gehen. Eigentlich wäre heute auch unsere Heimreise gewesen, wir haben uns allerdings aufgrund der gesundheitlichen Probleme entschieden, noch eine Woche dranzuhängen.

Was uns die Woche auch auf Trab hielt, war die Babynahrungsbeschaffung. Mein Sohn hat sich vor einem Monat abgestillt und wollte nur noch das Fläschchen haben. Da er seit seiner Entstehung nicht mit tierischen Produkten in Kontakt gekommen ist, möchte ich dies natürlich auch beibehalten und so bekommt er eine Babynahrung auf Sojabasis. In Deutschland ist das die Humana SL. Diese ging allerdings nun zu Ende und wir brauchten Nachschub. Die Suche gestaltete sich sehr schwierig, aber zu guter Letzt wurden wir in einer Apotheke in La Marsa, einem schicken Stadtteil von Tunis, fündig. Dort leben viele Ausländer und Alternative und so bekommt auch auch solche exotischen Dinge wie Sojanahrung für Babys. Wir haben gleich drei Packungen genommen, damit sollten wir die letzten Tage über die Runden kommen. Geschmacklich scheint das Produkt allerdings etwas von der Humana SL abzuweichen, denn das Söhnchen lässt immer so etwa ein Viertel übrig. Das könnte aber auch an seiner angeschlagenen Gesundheit liegen. Preislich ist das Milchpulver übrigens teurer als in Deutschland: eine 500 g Packung Humana SL kostet rund 8,50€, 400 g des tunesischen Produkts kosteten gute 10 €.

Was diese Woche ebenfalls zur Neige ging, waren die Fruchbeutel des Söhnchens, die ich in Deutschland im Bioladen besorgt hatte. Es handelt sich dabei um Fruchtpüree im 90 g Beutel von Holle. Diese sind total praktisch, wenn man unterwegs sind. Sonst mag er zwar auch gerne Obststückchen selbst essen, aber so ein Beutel ist doch leichter transportiert als klein geschnittenes Obst, besonders im Urlaub. Bei Géant in Tunis habe ich ein vergleichbares Produkt von der französischen Marke Materna entdeckt und ihm da alle vorhandenen Geschmacksrichtungen besorgt. Leider habe ich zu spät gesehen, dass das Produkt Schrott ist. Es besteht aus jeder Menge künstlicher Aromen und Zucker. Nachdem das Söhnchen den ersten Beutel verdrückt hatte, ging es mit dem Brechen los und so dachte ich erst, dass das seine Reaktion auf Zucker sei, denn bislang hat er noch keinen Zucker gegessen in seinem Leben. Allerdings stellte es sich dann als der Beginn der Magen-Darm-Grippe heraus. Die restlichen Beutel habe ich entsorgt.

Weit und breit fand sich keine Bio Babynahrung in Gläschen oder Beutel. Schließlich habe ich, wieder bei Géant, Hipp-Gläschen besorgt, die aus Frankreich importiert waren und stolze 5 € pro zwei Gläschen kosteten. Die Investition hat sich jedoch gelohnt, denn die Gläschen waren das einzige Nahrungsmittel, das mein Sohn diese Woche nicht erbrochen hat. Und auch wenn ich Hipp zuhause nicht kaufe, so ist es immerhin eine deutsche Marke mit Bio-Versprechen, also relativ entlastend fürs Gewissen.

Ich kann Dir nur empfehlen, wenn Du mit einem nicht vollgestillten Baby  in Tunesien unterwegs bist, vorab genau zu überlegen, was Du an Nahrungsmitteln brauchst und wenn Du Wert auf Bio oder vegan legst, diese Produkte am besten aus Deutschland in ausreichender Menge mitzunehmen.

Zu diesem Beitrag gibt es wie immer auch ein Video, leider ist mein USB-Kabel kaputt und ich kann das Video nicht auf meinen Laptop übertragen. Sobald ich ein neues Kabel gefunden habe, wird dies natürlich nachgeholt.